Als Clowns im Kongo oder „Hakuna Matata“

Diesen Ausspruch  (dt. „Alles ist super!“) werden sicherlich die meisten kennen, die wenigsten jedoch wissen, dass es sich dabei nicht um Phantasiesprache von KinderbuchautorInnen handelt, sondern um Swahili, eine afrikanische Sprache, die in zahlreichen Ländern Ostafrikas gesprochen wird. So auch in Lubumbashi im Süd-Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo Sophia-Marie Bömer und Andi Geyer drei Wochen zu Besuch waren.

Die Rucksäcke voll Jongliermaterial, besuchten die beiden Wiener Clowns das Akrobatik- und Theaterprojekt „Mutoto Chaud“.  Das Projekt, das Straßenkindern ein neues zu Hause bietet, wird von einem deutschen Förderverein aus Münster finanziell getragen.

Gemeinsam mit den 21 kongolesischen NachwuchsartistInnen, erarbeiteten Sophia und Andi neue Jongliertricks, Salti, Flic-Flacs und „4-Mensch-hohe“ Pyramiden. Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit waren 2 Aufführungen im Zentrum „Mutoto Chaud“, sowie im Kriegswaisenheim „Amani Ja Bwana“.

Auf dem Stundenplan von „Mutoto Chaud“ steht jedoch nicht nur Tanz, Akrobatik und Jonglage, sie erarbeiten auch gemeinsam Theaterstücke zu sozialpolitischen Themen, die sie bewegen: Kupferabbau/Ressourcenklau, AIDS oder Flucht. Diese Stücke spielen sie vieler Orts im Kongo, aber auch auf Europatourneen um auf ihre Lebenssituation aufmerksam zu machen. Die Verbindung von Theater und Politik ist auch ein Anliegen von Andi und Sophia, die beide als Clowns und TheaterpädagogInnen arbeiten, aber auch „Internationale Entwicklung“ an der Uni Wien studieren.

Die gemeinsamen Aktivitäten der internationalen Zirkustruppe sind nach dem Besuch im Februar jedoch nicht zu Ende. Sie werden im Sommer 2013 auf einer gemeinsamen Europatour fortgesetzt.

Weitere Infos gibt’s unter: www.mutoto.de oder www.die-kichererbsen.de